21 - Wissenschaftliches Denken [ID:60450]
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Schönen guten Morgen allerseits.

Herzlich willkommen zur modernen Physik am Samstagmorgen.

Bevor ich mit dem Vortrag starte, möchte ich noch was organisatorisches bekannt geben.

Ich

habe jetzt diese Reihe 14 Jahre lang organisiert und ich werde die Organisation abgeben, aber die

Reihe soll weiterlaufen. Das heißt, wir werden dann bekannt geben rechtzeitig im Sommersemester,

wann die nächsten Vorträge stattfinden werden.

Jetzt möchte ich mit dem Vortrag starten.

Der

Vortrag des heutigen Tages geht nicht ganz direkt über unsere Forschung

die sich vorwiegend mit der

Schnittstelle zwischen künstlicher Intelligenz und Physik befasst, sondern der Vortrag geht über

etwas

was nicht nur in der Wissenschaft

sondern auch ganz allgemein nützlich ist

nämlich die

wissenschaftliche Denkweise.

Denken Sie an Musik, dann kommen Ihnen vielleicht in den Sinn irgendwelche

Notenblätter oder Musikinstrumente

aber genau gesprochen ist das nicht die Essenz der Musik.

Das ist nicht das musikalische Gespür oder das Rhythmusgefühl und tatsächlich berühmte Musiker

wie zum Beispiel die Beatles konnten gar nicht Noten lesen oder schreiben. Das heißt, die Essenz

liegt woanders, das ist hier nur die Oberfläche.

Und ähnlich verhält es sich in der Wissenschaft.

Wenn Sie zum Beispiel an die Naturwissenschaft denken, dann kommt Ihnen vielleicht in den Sinn

Bilder von Menschen in Laborkitteln oder komplizierte elektronische Apparate oder irgendwelche komplexen

mathematischen oder chemischen Formeln.

Aber auch hier gilt wieder, wenn Sie über die Essenz der

Wissenschaft nachdenken, dann geht es nicht um all diese oberflächlichen Dinge, sondern die

Essenz ist wirklich diese wissenschaftliche Denkweise, um die es heute gehen soll in einem Vortrag.

Wenn Sie jetzt zu Hause irgendwie einen komischen Klingelton hören

dann könnte das vielleicht ein

Klingelton in Ihrem Ohr sein oder Sie denken vielleicht

bis es irgendwo im Nachbarzimmer

ein Handy oder so liegen gelassen worden ist.

Und dann gehen Sie nachschauen, ob da tatsächlich ein

Gerät liegt, was jemand liegen gelassen hat. Und wenn dem nicht so ist, dann sehen Sie aber vielleicht,

das Fenster ist offen und dann könnte der Ton vielleicht von der Straße hereingekommen sein.

Wenn Sie so reagieren

dann haben Sie eigentlich schon den Beginn der wissenschaftlichen Denkweise

verstanden. Das heißt, Sie machen sich Hypothesen, was könnte sein, aber dann prüfen Sie wirklich

nach, wie ist es. Und wenn Sie sehen, es ist nicht so, wie ich es mir dachte, dann schauen Sie nach,

was könnte es denn sonst sein.

Gut, ich möchte jetzt also durch eine Reihe von einzelnen Aspekten

gehen dieser wissenschaftlichen Denkweise und Regeln, die man beherzigen sollte.

Und die erste

Regel ist tatsächlich, Irren ist menschlich.

Wir machen ständig Fehler und man sollte sich

dessen bewusst sein.

Es gibt viele Formen von Fehlern, das kennen Sie alle.

Teil einer Videoserie :

Zugänglich über

Offener Zugang

Dauer

00:00:00 Min

Aufnahmedatum

2026-01-31

Hochgeladen am

2026-02-02 16:01:18

Sprache

de-DE

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