Schönen guten Morgen allerseits.
Herzlich willkommen zur modernen Physik am Samstagmorgen.
Bevor ich mit dem Vortrag starte, möchte ich noch was organisatorisches bekannt geben.
Ich
habe jetzt diese Reihe 14 Jahre lang organisiert und ich werde die Organisation abgeben, aber die
Reihe soll weiterlaufen. Das heißt, wir werden dann bekannt geben rechtzeitig im Sommersemester,
wann die nächsten Vorträge stattfinden werden.
Jetzt möchte ich mit dem Vortrag starten.
Der
Vortrag des heutigen Tages geht nicht ganz direkt über unsere Forschung
die sich vorwiegend mit der
Schnittstelle zwischen künstlicher Intelligenz und Physik befasst, sondern der Vortrag geht über
etwas
was nicht nur in der Wissenschaft
sondern auch ganz allgemein nützlich ist
nämlich die
wissenschaftliche Denkweise.
Denken Sie an Musik, dann kommen Ihnen vielleicht in den Sinn irgendwelche
Notenblätter oder Musikinstrumente
aber genau gesprochen ist das nicht die Essenz der Musik.
Das ist nicht das musikalische Gespür oder das Rhythmusgefühl und tatsächlich berühmte Musiker
wie zum Beispiel die Beatles konnten gar nicht Noten lesen oder schreiben. Das heißt, die Essenz
liegt woanders, das ist hier nur die Oberfläche.
Und ähnlich verhält es sich in der Wissenschaft.
Wenn Sie zum Beispiel an die Naturwissenschaft denken, dann kommt Ihnen vielleicht in den Sinn
Bilder von Menschen in Laborkitteln oder komplizierte elektronische Apparate oder irgendwelche komplexen
mathematischen oder chemischen Formeln.
Aber auch hier gilt wieder, wenn Sie über die Essenz der
Wissenschaft nachdenken, dann geht es nicht um all diese oberflächlichen Dinge, sondern die
Essenz ist wirklich diese wissenschaftliche Denkweise, um die es heute gehen soll in einem Vortrag.
Wenn Sie jetzt zu Hause irgendwie einen komischen Klingelton hören
dann könnte das vielleicht ein
Klingelton in Ihrem Ohr sein oder Sie denken vielleicht
bis es irgendwo im Nachbarzimmer
ein Handy oder so liegen gelassen worden ist.
Und dann gehen Sie nachschauen, ob da tatsächlich ein
Gerät liegt, was jemand liegen gelassen hat. Und wenn dem nicht so ist, dann sehen Sie aber vielleicht,
das Fenster ist offen und dann könnte der Ton vielleicht von der Straße hereingekommen sein.
Wenn Sie so reagieren
dann haben Sie eigentlich schon den Beginn der wissenschaftlichen Denkweise
verstanden. Das heißt, Sie machen sich Hypothesen, was könnte sein, aber dann prüfen Sie wirklich
nach, wie ist es. Und wenn Sie sehen, es ist nicht so, wie ich es mir dachte, dann schauen Sie nach,
was könnte es denn sonst sein.
Gut, ich möchte jetzt also durch eine Reihe von einzelnen Aspekten
gehen dieser wissenschaftlichen Denkweise und Regeln, die man beherzigen sollte.
Und die erste
Regel ist tatsächlich, Irren ist menschlich.
Wir machen ständig Fehler und man sollte sich
dessen bewusst sein.
Es gibt viele Formen von Fehlern, das kennen Sie alle.
Presenters
Zugänglich über
Offener Zugang
Dauer
00:00:00 Min
Aufnahmedatum
2026-01-31
Hochgeladen am
2026-02-02 16:01:18
Sprache
de-DE