2 - Teil 2 [ID:61424]
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Willkommen zum Kapitel 29 der Vorlesung Hormagenetik.

Das ist der zweite Teil der Vorlesung zu komplexen Erkrankungen.

Nachdem wir im ersten Teil uns über die Grundlagen der Analyse dieser Erkrankungen beschäftigt

haben und mit den allgemeinen Grundlagen wollen wir nun in diesem Kapitel über einige Anwendungen

und Beispiele sprechen.

Die Hauptanwendung der Analyse komplexer Erkrankungen ist sogenannte

GEWAS und GEWAS steht für Genome-Weite-Assoziationsanalyse oder neudeutsch Genome-White

Association Study.

Das ist also ein systematischer Assoziationsscan der Genome-Weite ist und mit

Millionen von Snips durchgeführt wird.

Dafür braucht man große Kollektive von Patienten und

Kontrollen

typischerweise heutzutage deutlich mehr als 1000 von jedem der beiden Gruppen.

Die meisten Studiendesigns erwarten auch

dass man eine unabhängige Replikation in einem zweiten

Studienkollektiv durchführt

die die gleiche Erkrankung hat

aber unabhängig ist vom ersten

Kollektiv.

Aufgrund der vielen Tests die man durchführt, muss man dafür korrigieren.

Das wird

nach einem Herrn Bonferroni gemacht

deswegen wird nicht der übliche P-Wert von 10 auf minus 2

also 1 auf 100 verlangt

sondern 5 macht 10 auf minus 8

also ein sehr stringenter Wert und der

ist dann korrigiert für die Genome-Weite-Testung entspricht er dann dem P-Wert von 0

den wir

üblicherweise zugrunde legen für eine Testung.

Im Zusammenhang müssen wir zwei Begriffe noch

mal klarstellen, die häufig verwechselt werden.

Das ist der P-Wert, das ist der Wert für die

Signifikanz einer Assoziation und drückt die Irrtumswahrscheinlichkeit aus

also im Grunde

nur wie sicher der Befund ist.

Davon müssen wir unterscheiden, den Begriff der odds ratio,

abgekürzt OR und der sagt was über die Effektstärke des assoziierten Snips aus

unabhängig davon wie signifikant der Befund ist.

Ich möchte Ihnen ein Beispiel aus der

eigenen Arbeit zeigen

was glaube ich recht anschaulich ist für die Durchführung einer

solchen Gehwass.

Der Phänotyp der hier untersucht worden ist heißt Psoriasis atritis, das ist im

Grunde eine Kombination aus einer Hauterkrankung der Psoriasis vulgaris, der Schuppenflechte,

gepaart mit einer Atritis, einer Gelenkentzündung und das gilt als eigene Krankheitsentität.

Man

schätzt etwa 15 Prozent der Patienten

die so eine Hautbeteiligung haben

auch später eine

Teil einer Videoserie :

Zugänglich über

Offener Zugang, StudOn-Zugang

Dauer

00:00:00 Min

Aufnahmedatum

2026-01-30

Hochgeladen am

2026-01-30 12:10:29

Sprache

de-DE

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