Willkommen zum Kapitel 29 der Vorlesung Hormagenetik.
Das ist der zweite Teil der Vorlesung zu komplexen Erkrankungen.
Nachdem wir im ersten Teil uns über die Grundlagen der Analyse dieser Erkrankungen beschäftigt
haben und mit den allgemeinen Grundlagen wollen wir nun in diesem Kapitel über einige Anwendungen
und Beispiele sprechen.
Die Hauptanwendung der Analyse komplexer Erkrankungen ist sogenannte
GEWAS und GEWAS steht für Genome-Weite-Assoziationsanalyse oder neudeutsch Genome-White
Association Study.
Das ist also ein systematischer Assoziationsscan der Genome-Weite ist und mit
Millionen von Snips durchgeführt wird.
Dafür braucht man große Kollektive von Patienten und
Kontrollen
typischerweise heutzutage deutlich mehr als 1000 von jedem der beiden Gruppen.
Die meisten Studiendesigns erwarten auch
dass man eine unabhängige Replikation in einem zweiten
Studienkollektiv durchführt
die die gleiche Erkrankung hat
aber unabhängig ist vom ersten
Kollektiv.
Aufgrund der vielen Tests die man durchführt, muss man dafür korrigieren.
Das wird
nach einem Herrn Bonferroni gemacht
deswegen wird nicht der übliche P-Wert von 10 auf minus 2
also 1 auf 100 verlangt
sondern 5 macht 10 auf minus 8
also ein sehr stringenter Wert und der
ist dann korrigiert für die Genome-Weite-Testung entspricht er dann dem P-Wert von 0
den wir
üblicherweise zugrunde legen für eine Testung.
Im Zusammenhang müssen wir zwei Begriffe noch
mal klarstellen, die häufig verwechselt werden.
Das ist der P-Wert, das ist der Wert für die
Signifikanz einer Assoziation und drückt die Irrtumswahrscheinlichkeit aus
also im Grunde
nur wie sicher der Befund ist.
Davon müssen wir unterscheiden, den Begriff der odds ratio,
abgekürzt OR und der sagt was über die Effektstärke des assoziierten Snips aus
unabhängig davon wie signifikant der Befund ist.
Ich möchte Ihnen ein Beispiel aus der
eigenen Arbeit zeigen
was glaube ich recht anschaulich ist für die Durchführung einer
solchen Gehwass.
Der Phänotyp der hier untersucht worden ist heißt Psoriasis atritis, das ist im
Grunde eine Kombination aus einer Hauterkrankung der Psoriasis vulgaris, der Schuppenflechte,
gepaart mit einer Atritis, einer Gelenkentzündung und das gilt als eigene Krankheitsentität.
Man
schätzt etwa 15 Prozent der Patienten
die so eine Hautbeteiligung haben
auch später eine
Presenters
Zugänglich über
Offener Zugang, StudOn-Zugang
Dauer
00:00:00 Min
Aufnahmedatum
2026-01-30
Hochgeladen am
2026-01-30 12:10:29
Sprache
de-DE