45. Erlanger Universitätstage in Amberg - Visionen 1.1 - Die Vermessung des Kosmos/ClipID:51710 next clip

Keywords: Nachhaltigkeit
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Recording date 2024-03-12

Via

Free

Language

German

Organisational Unit

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Producer

MultiMediaZentrum

Seit der Antike treibt die Frage, wie weit es zu den Sternen ist, die Menschen um. Genaue Antworten sind immer noch schwer zu finden. Astronominnen und Astronomen sind häufig auf indirekte Methoden angewiesen, weil die trigonometrische Methode bis vor Kurzem nur für nahe Sterne erfolgreich war. Mit dieser Methode gelang es bereits dem griechischen Astronomen Hipparch (ca. 150 v. Chr.) den Abstand des Mondes zur Erde zu messen. Die Entfernungen der Sterne konnten aber bis ins 19. Jahrhundert nicht bestimmt werden. Die Parallaxenmessung von Sternen blieb bis ins 21. Jahrhundert auf die nähere Sonnenumgebung beschränkt und damit die Verteilung der Sterne in der Galaxis unsicher. Erst mit der 2013 gestarteten Gaia-Sonde der ESA gibt es nun die Möglichkeit 1.5 Milliarden Sterne unserer Galaxis zu erfassen und so Entfernungen und Raumbewegung der Sterne in unserer Galaxis und darüber hinaus trigonometrisch zu vermessen. Bis Ende 2025 wird der Gaia-Satellit seine Messungen fortsetzen. Damit erhalten wir erstmals ein genaues Bild unserer Heimatgalaxis. Schon jetzt wird manch eine Vorstellung über die Struktur der Galaxis über den Haufen geworfen. Eine uralte Vision und Methode trägt also nach über 2000 Jahre ihre Früchte.

Prof. Dr. Ulrich Heber ist seit 1992 Professor für Astronomie und Astrophysik an der FAU – seit 2020 in ehrenamtlicher Funktion. Davor war er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, an der er 1988 habilitierte. Umfangreiche Beobachtungstätigkeiten führten Ulrich Heber ans European Southern Observatory, La Silla Observatory in Chile. Schwerpunkte seiner Forschung sind die Sternatmosphären, Spätphasen der Sternentwicklung, Kompakte Doppelsterne sowie die Kinematik der Galaxis.

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2023-11-17
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