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Die FAU und ihre Energie
Energieforschung und –sparen an der FAU

Stecker raus, Licht aus, Computer nicht mehr im Stand-by-Modus einfach weiterlaufen lassen. Kleine Handlungsweisen die einen großen Unterschied machen beschäftigen momentan die meisten Menschen in ihrem Alltag – privat, aber auch in der Arbeit.

An der FAU beschäftigt man sich schon lange mit Energie – zunächst durch die Energieforschung, in Bereichen wie der Photovoltaik oder Wasserstoff. In letzter Zeit ist das Thema aber in aller Munde, denn es wurden Maßnahmen für jede und jeden entwickelt, die helfen Energie zu sparen oder clever zu nutzen.

Die neueste Podcastfolge mit FAU-Kanzler Christian Zens und dem Geschäftsführer des Energiecampus Nürnberg Markus Rützel steht ganz im Zeichen der Energie der FAU.

Keywords: Podcast
Recording date 2022-11-10
Gewissenhaft die Stecker ziehen und das Licht ausmachen, wenn wir den Raum verlassen. Es sind kleine Handlungsweisen wie diese, die sich zuerst in unserem Alltag eingeschlichen und dann verfestigt haben. Denn wir sparen Energie. Das tun wir einerseits private, andererseits hauern der Arbeit. In unserer Arbeit an der FSU ist das Thema Energie schon lange präsent. Zuerst durch die Energieforschung, die wir hier betreiben und in letzter Zeit auch, da wir wie alle anderen Energie sparen. Die heutige Postcastfolge steht ganz im Zeichen der Energie. Dazu sitze ich hier im Studium mit zwei Gästen. Wie immer dabei ist unser Kanzler Herr Zenz. Hallo Herr Zenz, schön, dass Sie wieder da sind. Wir wieder gerne. Und als Gast haben wir uns Markus Rützel eingeladen. Er ist der Geschäftsführer des Energie Campus. Herr Rützel, hallo. Hallo. Gut, ich habe das Wort der Energie Campus jetzt schon in den Mund genommen. Aber bevor wir vielleicht tiefer in die Materie eintauchen, können Sie uns noch erzählen, was der Energie Campus denn eigentlich ist und wer dort an was forscht. Sehr, sehr gerne. Also der Energie Campus Nürnberg besteht schon seit über zwölf Jahren. Es ist ein international anerkanntes, interdisziplinäres und über die Institutionen, Grenzen hinweg, für ein Forschungsplattform, die zusammen von der FIU, TH Nürnberg und auch der Hochschule Ansbach zusammen betrieben wird mit dem Fokus auf der Energieforschung. Das heißt, wir bilden hier eine Komplett-Sicht auf das Thema Energie ab. Das heißt, wir benutzen die gesamte Energiekette von der Erzeugung, Transport und Speicherung bis hin auch zur Nutzung und setzen hier ganz zentrale Themen für das Thema Forschung im Energiebereich an. Es klingt schon durch, dass es sehr viel Expertise gibt im Bereich Energie an der FIU. Wie kann denn diese Expertise vielleicht aus der Wissenschaft in die Praxis übertragen werden und wo kann die FIU durch den Energie Campus profitieren? Das ist eine gute Frage. Also wir haben hier immer mit verschiedenen Formaten die Möglichkeit, unser Wissen auch nach außen zu tragen. Also auch gerade mit dem Thema Energie sparen werden wir dann auch ab Dezember eine große Vortragsreihe zum Thema, fragt den Experten Lösungen für die Energie Zukunft auch anbieten, wo wir wirklich auch exemplarisch die Experten aus dem Energiebereich aber auch die breite Bevölkerung damit auch ansprechen wollen, um hier quasi das Wissen, was wir hier uns auch angeeignet haben auch nach außen zu gehen. Weitere Formate wie die lange Nacht der Wissenschaften und so weiter, da sind wir auch immer ganz groß mit dabei, um quasi hier wirklich zu zeigen, wie kann man auch auf kleiner Ebene, auch den ganz kleinen, also den Kindern und so weiter zeigen, was bedeutet Energie und wie kann man damit auch sehr, sehr gut auch damit umgehen. Und diese Maßnahmen zeigen sich ja dann auch schon in unserem Alltag an der FU. Herr Zens, können Sie uns vielleicht einen natürlich unvollständigen Überblick geben, was sich momentan tut, wo wir sehen, dass sich etwas tut und was der aktuelle Stand zum Thema Energie und auch Energie sparen ist? Ich versuche es, der der Überblick muss notwendigerweise unvorständig bleiben, weil es in vielen Bereichen ist sehr viel tatsächlich unterwegs. Wir haben es im wissenschaftlichen Bereich, nicht nur um Energiekampus, wir haben auch diverse Lehrstühle, Departments, die sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen, auch durchaus im Hinblick schon mit Blick auf die Extrengenitiative, auch da gibt es im Bereich Fotoalteile, im Bereich Wasserstoff etwa sehr, sehr gutes Skizzen, die zur Zeit verfeinert werden. Den ENCN oder eigentlich jetzt die Person von den Rützeln sollte man vielleicht auch nochmal ganz kurz erwähnen, haben wir auch mit einbezogen über unser Green Office. Hier haben wir auf hoffentlich niedrigschwelligerem Niveau und so dass es auch viele, viele Kolleginnen und Kollegen erreicht, versucht Maßnahmen zu entwickeln, die jeder, jede von uns dann auch machen kann und da haben wir auch einen Rützler als Vertreter des ENCN mit dabei. Aber jetzt nochmal ganz konkret, welche Beispiele könnte man nehmen? Ich fange mal bei einem meiner Lieblingsbeispiele an, weil es durchaus auch sichtbar werden wird. Das ist, das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen schräg an, ausgerechnet ein Parkhaus, aber das soll schon ein besonderes Parkhaus werden im Südgelände, für all diejenigen, die sich einigermaßen auskennen, das ist da an der Mathematik und wird im Grunde genommen gebaut werden müssen, also Satzfläche für wegfronde Parkplätze, die für das Chemiekum im zweiten Baubschnitt benötigt werden. Wir hatten damals die Wahl, ein System Parkhaus, so wie man es kennt, von der Stange sozusagen hinzusetzen, um dann die Stellplätze zu schaffen oder etwas Besseres draus zu machen. Ich hatte dann Kontakt aufgenommen mit dem Professor Brabitz, der sich aus den Werkstoffwissenschaften sehr intensiv beschäftigt mit Photovoltaik und wir sind zur Idee gekommen, wir machen auch die gesamte Fassade mit Photovoltaik, nicht nur auf Dach, sondern auch die Fassade. Und da muss man sich jetzt nicht so vorstellen, dass es dann irgendwelche schwarze Platten sind, die da angeschraubt werden, sondern die Photovoltaik bietet mittlerweile wirklich auch von der Designseite her unheimlich viele Möglichkeiten, Farbe, Logos, was auch immer sie machen wollen und das haben wir hier mit eingebracht. Das ist uns auch genehmigt worden vom Ministerium, sodass wir jetzt hier in ein paar Jahren wirklich einen Hingucker haben werden, der noch dazu aus meiner Sicht ja also ein bisschen ein Zeichen setzt, auch für wie man sich den Individualverkehr respektive den Autoverkehr künftig vorstellen kann. Es werden sehr viele Elektro-Ladies-Möglichkeiten mit drin sein, nicht nur für Pkw, sondern auch für PDLX und ähnliches. Es wird eine Fahrradwerkstatt noch mit integriert werden und wir haben sehr, sehr viel Photovoltaik, wie gesagt. Das wäre ein sichtbares Beispiel. Ich möchte auch gerne erwähnen ein wirklich tolles Hands-On-Projekt, was dann über das Grün-Office gelaufen ist und über die insbesondere engagierten Kolleginnen und Kollegen aus der Biologie, die auf der Biologie über Eigenleistung dann tatsächlich auf eine Photovoltaikanlage mitinstalliert haben, auch schon abgeschlossen haben. Die letzten Klammern werden jetzt festgezogen sozusagen und dann kann es auch tatsächlich ganz nett gehen. Da gibt es auch noch weitere Ideen, also es ist etwas, was ich als sehr, sehr positiv empfinde, insbesondere aus der Arbeit und dem Engagement des Grün-Office heraus, wo viele Ideen tatsächlich auch gesammelt werden und wir versuchen, um setzen zu können. Darüber hinaus darf man wirklich auch nicht unter den Tisch fahren lassen. Es gibt auch die Bayerische Klimaschutzinitiative. Hier haben wir unter anderem auch für das Dach des E-Cup, das ja komplett neu gebaut worden ist im Südgelände auf dem Gebiet der Naturwissenschaftlichen Fakultät, noch über 300.000 Euro zusätzlich bekommen, um die Photovoltaikanlage entsprechend auszubauen. Das sind dann natürlich auch schon wichtige Bausteine. Das ist jetzt aber auf der Erzeuger-Seite, Regenerative Energien, das ist ja nur ein Teilaspekt des ganzen Pakets. Vielleicht habe ich die Zahlen auch schon mal gebracht, aber nur mal zur Verdeutlichung, damit sie ein Gefühl bekommen, wovon wir reden. Wir haben naturgemäß auch als recht technisch orientierte Universitäten sehr hohen Energie bedarf. Das ist im Wesentlichen Strom, Fernwärme und mit großen Abstrichen ein bisschen Gas. Wenn ich die Universität insgesamt Stromautar haben möchte, also keine Strom zu kaufen wollte, bräuchte ich 64 Hektar Photovoltaikfläche. Also deutlich größer als das Südgelände insgesamt in der Vorstellung. Darum ist jetzt in der Energieerzeugung bisher die Photovoltaik doch recht, wie soll man sagen, nachrangig, aber das sollen sie ja nicht daran hinden, dass wir es trotzdem nach Kräften ausbauen. Wichtig ist für uns die zweite Komponente, nämlich die Energieeinsparung. Und da können wir jetzt gerade beim Strom bleiben, weil er vielleicht umgreifbar ist. Wir alle wissen von zu Hause, vielleicht haben wir auch schon die einen oder anderen Briefe bekommen von ihrem privaten Energieversorger, sozusagen, wie sich die Preise entwickeln werden. Solche Briefe haben wir sicherlich auch bekommen. Bei uns sind das aber andere Dimensionen. Zur Verteutlichung, wir haben insgesamt etwa im Jahr 21 rund 19 Millionen Euro Energiekosten gehabt, nicht nur Strom, sondern insgesamt 19 Millionen Euro. Und wenn ich jetzt nur bei Strom bleibe, laufen die Prognosen für das Jahr 2023 auf 20 Millionen zusätzliche Kosten hinaus. Und das sind wahnsinnige Beträge. Da, glaube ich, sind wir alle sehr, sehr gut beraten, dass wir das, was wir zu Hause selbstverständlich machen, auch mitnehmen in die Arbeit, in unsere Büros, in unsere Labors und gucken, wo können wir Energie einsparen. Das ist auch Teil der Überlegungen aus dem Krisenstab-Energie. Wir haben einen Notfallplan entwickelt mit verschiedenen Stufen. Und in den ersten Stufen ist im Wesentlichen im Fokus, was können wir tun, um Energie einzusparen. Wir sind jetzt heute noch ein bisschen früh dran. Ich werde also in Kürze die ersten Auswertungen aus dem Monat August und September bekommen, um zu sehen, haben unsere Appelle, unsere Bemühungen gefruchtet. Informell weiß ich, ja, sie haben gefruchtet. Wir haben etwa 8 Prozent im September im Vergleich zu einem gemittelten Wert aus dem Jahr 21 und aus dem Jahr 18. Also es ist schon deutlich, freut mich total. Unser Internet-Benschmack sollte bei etwa 10 Prozent sein bis Ende dieses Monats. Wir werden dann sehen, wie wir es auswerten. Und was ich auch total toll finde, wir haben ja im Grunde genommen die Möglichkeit, überall Daten zu generieren. Das ist wirklich gebäudeweise, ablesbar, wie sich dann auch ein Nutzerverhalten dann auf die Verbräuche auswirkt. Und das wäre für mich schon auch ein Anreiz zu sehen. Ich will das gar nicht sagen Wettbewerb, aber zumindest ein Anreiz zu sehen. Was schaffe ich denn vor Ort in meinem Gebäude, sage ich jetzt mal, durch auch kleinere Maßnahmen an Beitrag? Genau, das ist ja eben auch sehr spannend, weil die Tatsache, dass man das Licht eine Stunde früher abstellt zum Beispiel oder dass man ein Grad weniger Raum Temperatur hat, die verleitet ihr schon fast dazu zu meinen, dass es keine Auswirkungen haben wird. Aber da liegt ja dann eben die Stärke auch in der Masse der Menschen, die diese kleinen Handlungen eben durchziehen, konsequent durchziehen. Und dann sieht man ja jetzt, wie Sie jetzt gesagt haben, dass die prozentuale Einsparung doch gleich recht hoch ist. Ja, auch die kleinsten Maßnahmen machen in der Summe gesehen natürlich auch einen Effekt aus. Das ist so. Und wir haben uns in der ersten Herangehensweise oder zumindest nicht persönlich in der ersten Herangehensweise, ich war ein bisschen geschockt sozusagen, wenn man sich ein Einsparziel vorstellt und dann guckt, wo sind denn die größten Verbräuche? Sie brauchen sehr, sehr viele kleine Maßnahmen, um im Grunde genommen den gleichen Effekt zu haben als zum Beispiel den Reihenraum abzuschalten, was ich nicht machen kann. Ja, natürlich. Oder einen Hörsaal aus der Nutzung zu nehmen in der Lüftung. Aber es geht, das haben wir jetzt gesehen, es funktioniert, wenn man tatsächlich dann auch überall kleinere Schräubchen dreht und bewusster damit umgeht, welche Geräte ich unbedingt brauche, welche ich zum Beispiel nicht brauche. Das haben wir auch letztes Mal auch schon erörtert. Es gibt glaube ich nirgendwo Denkverbote, das sollte auch wichtig sein und es muss einfach eine Sensibilisierung erfolgen. Und es zeigt aus meiner Sicht die ersten Werte zeigen, dass wir da schon auf ganz guten Weg sind. Das soll so weitergehen und ich bin mir sicher, dass wir die 10 Prozent, die wir uns jetzt bis Ende Oktober vorgenommen haben, tatsächlich auch erreichen werden, wenn es so ist. Und vielleicht wollen Sie ein bisschen aus dem Nächshästchen plaudern und erzählen, welche dieser kleinen Maßnahmen Sie entweder privat oder auch in der Arbeit vielleicht umgesetzt haben. Herr Rützel, die Frage geht natürlich genauso an Sie. Ich zum Beispiel habe mir jetzt ab und zu im Zoom das Video gespart und das sind wirklich kleine Dinge, die dennoch helfen. Haben Sie auch irgendwelche Gewohnheiten entwickelt, die Sie vorher entweder nicht hatten und vielleicht auch nicht darüber nachgedacht hatten? Also ich habe es jetzt nicht unbedingt im Kontext mit dem Krisen-Szenarien, die jetzt gemacht werden, persönlich gemacht. Also ich bin halt GBA zu, durchaus auch ein bequemer Mensch. Deswegen habe ich mir lange Zeit keine Gedanken gemacht, die vier Kilometer, die ich von der Arbeit ins Büro brauche, nicht mit dem Auto zu fahren. Das habe ich in diesem Jahr abgestellt. Ich fahre jetzt im Fahrrad und ich gehe zu Fuß. Das will ich gar nicht in den Kontext stellen, aber das sind so Dinge, die tun mir auch gut, muss ich jetzt sagen. Ansonsten diese anderen klassischen Methoden wie zum Beispiel die Heizung runter zu drehen, stellt sich ja noch nicht, weil wir so einen tollen Oktober haben. Also das ist noch nicht das Thema. Ich bin immer vorher schon keiner gewesen, der seinen Computer immer auf Standbeigelassen hat. Also ich fahre den immer runter und ich nehme auch nur das Licht. Es war auch immer vorher schon so, nur dann den Anspruch, was ich wirklich brauche. Aber ehrlich gestanden, ich bin jetzt noch nicht so weit gekommen, dass ich sage, was könnte ich den Aktiv noch alles beeinflussen in meinem kleinen Umfeld sozusagen. Aber wenn wir es immer ein bisschen weiterdehen, wir haben natürlich jetzt auch im Schloss gerade uns über die Flurbeleuchtung unterhalten, haben da zum Beispiel die Flurbeleuchtung auch entsprechend anders ausgestattet, LED-Lampen und muss auch nicht ständig brennen. Das ist ganz klar. Wir haben auch das Kleinstmaßnahmen in den Brunnen abgestellt. Also wir haben schon ein paar Dinge dann auch tatsächlich aufgegriffen, die die Kolleginnen und Kollegen so ins Spiel gebracht haben. Herr Ritzel, ich würde die gleiche Frage noch an Sie geben. Gerne. Also auch wir vom Energiecampus fühlen uns ja als Leuchtturm der Energieforschung und deswegen sehen wir uns auch ureignis der Aufgabe zu sagen, dass wir im Bereich dieses Energiesparns auch mit vorne ran gehen können, auch mal so ein Leuchtturm aufbauen. Wir möchten ja quasi hier auch mal so ein Best Practice-Bahlspiel auch mal geben. Deswegen haben wir ja zum Beispiel für einen unserer Meeting-Räume zusammen mit unserem Energieversorger Senero. Wir arbeiten da zusammen in einem Muster, sag ich jetzt mal, möchte man da aufbauen, was an das Thema Technikversorgung, Monitoring auch anbelangt, um hier wirklich zu zeigen, was bringt es denn, wenn man hier wirklich kleinere Maßnahmen, größere Maßnahmen dann auch umsetzt zu sagen, ist es denn wirklich so, dass eine Umsetzung in auf neue Technik, eine Umstellung auf neue Technik, auf LED-Technik beispielsweise, die wir jetzt hier auch im Energiecampus, im Großungsstil auch wieder einführen und die Lampen auch entsprechend austauschen, wie sich das dann zukünftig auch entwickeln wird. Das heißt, wir möchten nicht nur sagen, ja, das gibt es einen ominösen Beispiel dafür und sagt ja so und so viel Prozents, sondern dass wir wirklich sagen können, dieser Raum vorher, nachher, das hat es gebracht, das waren die Investitionskosten und so möchten wir quasi sowohl für uns das Thema transparent machen, aber auch natürlich für die FSU und weiter darüber hinaus, wie man es halt so von einem entsprechenden Leuchtturm auch erwartet. Gerade das angesprochener Zens von dem Thema Monitoring, was bringt das Ganze? Wir gehen jetzt sehr, sehr genau in die Monitoring mit rein, also bis hin zu den einzelnen Heizkörpern mit rein, um halt wirklich zu wissen, wo sind denn auch die großen Verbraucher, Verbräuche in unserem Gebäude auch mit drin, das macht auch nur Sinn, hier dann auch die Sachen transparent zu machen und dann auch die entsprechenden Empfehlungen auszugeben, zu sagen, okay, an der Stelle kann man wirklich was machen, da gibt es ein großes Delta, da gibt es halt gar nicht so großes Delta, weil die Maßnahmen und das ist halt so, wenn man gerade so eine Zeitung reinguckt und so weiter, da sieht man seitenweise für Möglichkeit, was man da alles tun kann. Heizungrundertrehen bringt natürlich sehr, sehr viel, es gibt aber auch so Kleinigkeiten, wo man denkt, naja, er hört sich jetzt ganz gut an, aber ob es jetzt wirklich was bringt, dass man in Minuten weniger duscht und so weiter, das sind halt gewisse Sachen, wo man sagt, okay, wo bringt denn wirklich was, weil die Menschen müssen natürlich jetzt das Thema Energie sparen auf die Erkender neben, die 200 Euro, die die Studenten jetzt im Dezember kriegen, das sollte nicht als positive Signal gesetzt werden, sondern eher als negatives, so sagen hier, da muss Geld gezahlt werden, weil halt wirklich die Energiekosten durch die Decke gehen und von dem wird es wahrscheinlich für jeden immer präsent sein, wenn es jetzt nicht aus dem Umweltschutz Gedanken oder wie bei mir, ich bin so gerne so ein Energiefreak, habe auch eine Energieberater Fortbildung gemacht und so weiter, da hat man auch eine ganz andere Sicht auf das Thema Energie, aber spätestens dann, wenn es dann wirklich an den eigenen Geldbeutel geht, auch selbst da muss man dann wirklich gucken, okay, da muss ich mir jetzt wirklich vielleicht von den alten Gewohnheiten Abstriche machen, um dann halt zu sagen, okay, da muss ich dann wirklich im Bereich Wärme, Strom und so weiter dann mich bewusster verhalten. Bewusster heißt nicht sparsamer, also das muss nicht heißen, dass man da quasi jetzt halt im großen Stil Komfort einbußen hat, weil das sind teilweise nur minimale Sachen, die man macht, hat es ja auch angesprochen, was man da alles machen kann. Das sind schnell umsetzbare Möglichkeiten, die aber dann in Summe alle kleinen Maßnahmen dann ein großes bewirken können. Jetzt muss ich vielleicht ein bisschen provozieren. Also es wird bestimmt die einen oder anderen geben, die sagen, das haben wir immer schon gesagt, ist ja auch so. Also das, was wir hier diskutieren, ist auch schon vor Jahren von Kolleginnen und Kollegen immer wieder angesprochen worden, auch als der Studierendenschaft zu Recht, ja, er könnte investieren in LEDs zum Beispiel oder Optimierung der Heizungen oder wenn es darum geht, um Bewegungssensoren und ähnliches, was man ja machen kann, ist alles richtig. Oder wenn wir jetzt in die Photovoltaik gehen, ist alles richtig, kann man tun und sollte man auch tun. Aber der Unterschied zwischen uns als FVU und einer Privatperson, den will ich mal ganz kurz darstellen. Ich bin genau mein nächster Punkt gewesen, freuen mich sehr, dass Sie das ansprechen. Er ist schon gesagt, er ist Energieberater, also ich würde, wenn ich jetzt zum Beispiel zu Hause gucke, ich habe durchaus das eine oder andere interessante Dachfläche. Ich würde mit die Überlegung stellen, ich würde mir Rat holen, wird fragen, macht das Sinn für mich auch finanziell gesehen, da eine Photovoltaikanlage draufzunehmen. Dann kommt eine Energieberate vielleicht, Herr Rützel, die Zahlen sind jetzt nicht mit Ihnen abgestimmt, aber nur als Beispiel und sagt ja, wenn Sie die Investitionskosten und alles rechnen, dann amortisiert sich Ihre Anlage vielleicht in acht oder zehn Jahren und danach machen Sie Gewinn. Da würde ich sagen, okay, Geld habe ich vielleicht nicht, dann gehe ich zum Kreditinstitut meines Vertrauens und frage, ob ich das Geld bekomme und kann es dann gegengerechnet mit den Zinsen, die ich aufwenden muss. Ich kann das nicht, ich kann nicht zum Kreditinstitut meines Vertrauens gehen, welches auch immer. Und fragen kann ich denn für die Photovoltaikanlage auf der Biologie oder Physik oder wo auch immer mir einen Kredit holen, in zehn Jahren habe ich das alles abbezahlen und dann mache ich einen Gewinn draus, weil wir keine Kredite aufnehmen dürfen. Das heißt, ich muss sehen, dass ich das Geld zusammenkratze irgendwo anders, um dann zu investieren und was bleibt dann auf der Strecke, möglicherweise wichtige Bauunterhaltungsarbeiten, wenn es um Brandschutz geht und ähnliches, das ist sozusagen das Dilemmaendemie-Stecke. Ich würde es gerne anders machen, aber das heißt aber nicht, dass wir es nicht machen sollten, aber ich kann es nicht in der Größenart im West gerne tun würde. Da gibt es dann schon den einen oder anderen Frust, glaube ich, den man auf die Art und Weise bei den Kolleginnen und Kollegen auch erzeugt. Das muss man der Ehrlichkeit halber auch sagen. Ja natürlich, aber vielleicht deshalb ist es ja auch umso wichtiger, dass wir mit der Energie, die wir schon haben und die wir schon produzieren, zum Beispiel auf dem Dach des Biologikums mit dieser Energie eben umso verantwortungsvoller umgehen. Genau, das ist richtig und deswegen nochmal der Appell. Da kann jeder, jeder von uns, sein oder ihren Teil beitragen. Ich glaube, das muss man auch gar nicht ideologisch überfrachten. Das ist einfach gesunder Menschenverstand aus meiner Sicht und mein Appell wäre eben den gesunden Menschenverstand dann eben nicht zu Hause zu lassen, sondern mitzunehmen und zu gucken, was kann ich denn tatsächlich in meinem Umfeld machen. Und die Auswirkungen, Sie haben ja vorher erwähnt, dass es demnächst Zahlen geben wird. Die werden wir dann wahrscheinlich auf der Unterseite FSU-Sparte-Energie finden. Ich war vorher gerade nochmal auf der Seite und habe mir nochmal gedacht, wie toll die eigentlich geworden ist, wie viele Infos es dort gibt einfach. Genau, das werden wir auf jeden Fall machen und wir werden auch schauen, wie weit wir dann auch ins Detail gehen können. Ich habe ja gesagt, wir können im Klinikum jedes Gebäude isoliert erfassen, können auch sehen, wie sich da entwickelt. Es ist uns auch ganz wichtig, dass wir verantwortliche vor Ort, liegenschaftsverantwortliche haben in den jeweiligen Gebäuden. Wir haben es aber im letzten Mal schon angesprochen, Sie können ja nur einen Teil davon sozusagen jetzt zentral von oben ex-Kathetra vorgeben. Das funktioniert nicht per Rundschreiben oder per Verfügung oder was auch immer wichtig ist, vor Ort dieses Bewusstsein tatsächlich auch zu haben und zu erzeugen. Das sind wir echt auf gutem Weg und dann auch Personen benannt zu bekommen, die dann sich, ich sage zwar, die die kümmere sind, die vor Ort sich das dieses Thema auch energiesparen, jenseits des allgemeinen Geschäfts einer oder eines liegenschaftsbeauftragten dann auch mit aufnehmen und sich dafür verantwortlich fühlen. Und da wir haben schon 175 Personen benannt bekommen. Ich habe auch jetzt entsprechend die Dekane angeschrieben dazu. Wir wollen die Liste jetzt entsprechend ergänzen und das wären dann auch die wichtigen Ansprechpersonen für uns, wenn es um Vorschläge auf dem Asam geht. Da haben die Workshops des Green Offers sehr viel dazu beigetragen, weil da sehr sehr viel freiwillige Bereitschaft einfach da war. Wir kennen jetzt sehr sehr viele Ansprechpersonen. Das ist gut und da wollen wir jetzt darauf aufbauen. Vielleicht wollen wir noch ein paar Worte zu den Workshops verlieren. Herr Rützel, Sie haben glaube ich diese Workshops auch mit konzeptioniert? Ich war ein Teil, ein Teil nicht mehr davon. Also ich war auch mal in so einem Workshop mit drin. Wie gesagt, wir haben auch selber beim Energie Campus auch noch so ein, wir haben es jetzt Tee trinken genannt, dass man sich hier zu einem Heißgetränk zusammensetzt und dann halt entsprechende Maßnahmen und Vorschläge diskutiert im realen Umfeld. Für uns war das wichtig, dieses reale Umfeld nochmal darzustellen, damit sich die Leute auch sehen und auch die Diskussion haben. Und da kam auch sehr sehr viel raus, was wir auch in diesem Prozess mit aufgenommen haben und im Green Offers weitergeleitet haben. Und wir auch gleichzeitig gezeigt haben, uns ist das wichtig und auch gleichzeitig die Akzeptanz für diese Maßnahmen auch zu schärfen, dass man halt hier auch mal ein bisschen konträrer auch mal so eine Maßnahme diskutiert, bringt es denn überhaupt was und da ist natürlich auch das persönliche Verhältnis auch, wie man also Herzenz kommt mit dem Fahrrad auch im Winter bei minus, sage ich mal, 15 Grad. Ich übertreibe mal so ein kleines bisschen. Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf. Dann bleiben wir bei minus 5 Grad, aber trotzdem sehr sehr kalt und sagt halt erstmal, boah, jetzt komme ich erstmal an und wir ist total durchgefroren und dann ist natürlich schon auch die Frage, wie kriege ich jetzt erst mal die nötige Wärme in den Körper rein, damit man dann quasi hier dann auch arbeiten kann. Und da ist es natürlich das verkehrteste zu sagen, ja gut, dann heizt sich jetzt erstmal mein Büro auf 25 Grad hoch und so weiter. Das soll es halt eben nicht sein, sondern dass man hier quasi mit anderen Maßnahmen beispielsweise mit dem Tee angeboten oder auch, dass man sagt, okay, vielleicht gibt es auch einen speziellen Raum, den man so zum Ankommen hat, der auch ein bisschen wärmer ist, damit dann quasi hier auch diese Möglichkeit gegeben wird, weiterhin mit dem Fahrrad zu fahren. Weil nur zu sagen, ja, im Büro ist es kalt oder in anderen Räumlichkeiten, deswegen muss ich mit dem Auto fahren. Das wäre natürlich auch kontraproduktiv, das wäre jetzt mal eine Optimierung auf Seiten der FU, aber wir sind ja wirklich mit einer Gesamtverantwortung unterwegs. Also wir sehen schon, es gibt einen sehr interessanten Zusammenstand aus wissenschaftlicher Expertise und dann aber auch Umsetzungsinitiative in den nächsten Mal, wenn es um das Energiesparen geht an der FU. Ich möchte an der Stelle jetzt auch alle unsere Hörerinnen und Hörer nochmal einladen auf der FU-Spart-Energie-Webseite vorbeizuschauen. Die wird regelmäßig aktualisiert, wenn es was Neues gibt erfahren Sie es dazu erst und danke Ihnen, Herr Zenz und Herr Rützel, für das Gespräch. Ja, vielen Dank. Gebt es gerne zurück, hat Spaß gemacht. Vielen Dank für die Einladung, kann ich nur zurückgeben.
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Lecturer

Christian Zens

Via

Free

Language

German

Organisational Unit

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Producer

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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