9 - Das Medienzentrum Blaues Haus - Folge 9 - Die Geräte des MMZ/ClipID:46698 previous clip next clip

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Seit Juli 2022 sind im "Blauen Haus" in der Ulrich-Schalk-Straße 3a das Multimediazentrum (MMZ), das Rundfunkstudio (RFS) und funklust e.V. unter einem Dach vereint. In diesem Podcast berichten die Akteure dieser Einrichtungen aus dem blauen Haus über Ihre FAU-weite Arbeit.

Michael Graeve vom MMZ ist Gast in der neunten Folge und berichtet über Geräte und Ausstattung des MMZ, die hauptsächlich im Keller lagern.

Recording date 2023-03-06

Das Medienzentrum Blaues Haus. Ein Podcast über die zentrale Servicestelle für Audio und Videoproduktion der FAU.

Wie viel technisches Equipment ist für die Angebote der Einrichtungen des Blauen Hauses nötig? Über das Rundfunkstudio und seine Funktionalität haben wir schon ausführlich berichtet. In dieser Folge wollen wir einmal die Ausstattung des Multimediazentrums kennenlernen. Dazu ist wieder Michael Gräve, der Leiter des MMZ am Mikrofon zu Gast. Michael, ein weiteres Mal herzlich willkommen.

Ein weiteres Mal: Hallo Stefan.

So, wir fangen heute mal mit dem Keller an. Wo lagern denn die ganzen Gerätschaften, die das MMZ verwendet?

Du hast es schon gesagt, Geräte, die wir natürlich nicht auf dem Schreibtisch stehen haben, stellen wir in den Keller, um von dort aus dann für den Tagesbetrieb oder Tagesbedarf die Sachen zusammenzustellen, die wir unterwegs brauchen.

Keller hört sich so ein bisschen versteckt im Haus an, aber kommt man da mit dem Auto richtig ran?

Ja, es ist so ein Halbkeller. Es ist nur 2 Meter 10 hoch, also keine volle Etage. Es war früher vielleicht auch mal ein Keller. Und tatsächlich kann man mit dem Auto rückwärts ranfahren und dann durch die Tür die Sachen rausreichen.

Ist der Keller also so was wie die Schatzkammer des Blauen Hauses?

Naja, mit dem grünen Gewölbe können wir uns nicht vergleichen, aber trotzdem haben wir dort unsere Sachen, die wir für den täglichen Betrieb brauchen.

Wie muss man sich das vorstellen? Stehen da quasi so gepackte Taschen rum, die man einfach schnappen kann, wenn jetzt mal ein dringender Termin ansteht?

Teilweise ja, tatsächlich zu sagen, eine Kamera, ein Mikrofon, Batterien noch schnell dazu nehmen und ein Stativ greifen, dann kann man schon loslaufen damit. Das ist soweit richtig. Andere Sachen haben wir in sogenannten Flight Cases, wenn es um mehrere Geräte geht, die man auch immer wieder braucht. Die sind schon zu dritt, zu viert, zu fünft in einem Gehäuse verschraubt und verdrahtet und auch schnell einsatzbereit.

Schauen wir doch mal gleich in diese Flight Cases rein. Welches mobile Equipment verbirgt sich da ganz konkret dahinter?

Eine Kiste ist mit acht Mikrofonempfängern und einer Kreuzschiene und einem Patch-Pannel, wo man noch weitere externe Geräte anschließen kann, zum Beispiel bestückt. Ein anderes enthält den Videomischer und einen Encoder und ein Netzwerkswitch. Ein drittes hat ein Audio-Verstärker und eine Delayline, um gewisse Dinge zu kompensieren. So geht man daran.

Also man hat tatsächlich für jeden Einsatzbereich einfach eine Kiste parat und die kann man dann packen und dann an den jeweiligen Einsatzort bringen.

Richtig. Was sich bewährt hat zu sagen, das braucht man öfter. Also mehrere Mikrofone gleichzeitig und einen Mischer dazu, dann packt man das in ein Gehäuse und gut ist.

Jetzt ist ja unsere Zeit relativ schnelllebig. Die technischen Neuerungen sind relativ schnelllebig. Kaum ist ein Gerät auf dem Markt, kommt auch schon das nächste. Wie modern sind eure Geräte?

Teils teils, sag ich ja mal. Also wir haben gut abgehangene Geräte, sind über zehn Jahre alt, laufen immer noch. Da muss man dann schon mal fragen, zu sagen, wird es mal Zeit, einfach aufgrund des Alters. Und an anderer Stelle haben wir dann die Möglichkeit durchaus neue Geräte anzuschaffen und dann ist das auch gut.

Jetzt vielleicht ein pikantes Detail. Du kannst gerne sagen, wenn das nicht öffentlich ist, wie hoch ist der Etat für Neuanschaffungen?

Wir haben keinen dedizierten Etat. Wir müssen uns von Jahr zu Jahr durchhangeln und beantragen und dann wird es in der Regel auch bewilligt, aber es ist ein Anlauf.

Ein ewiger Kampf, wie das Känguru so schön sagt. Also den Finger ganz hoch recken und sagen, wir brauchen mal wieder was Neues. Was passiert denn dann mit den alten Geräten, wenn neue angeschafft werden?

Nun, wir nutzen die Geräte wirklich bis zum Ende ihrer vernünftigen Lebensdauer. Bei Kameras kommt manchmal dann der Schaden zu sagen, irgendwo angestoßen und das Objektiv ist verrutscht und unscharf, dann ist es halt vorbei. Und da muss es auch in die Tonne geworfen werden, leider. Also oft sind die Geräte so alt, dass eine Reparatur dann irgendwie unwirtschaftlich wird. Wenn man ein Drittel oder mehr des Neuanschaffungspreises ausgeben müsste, das tun wir dann meistens nicht. Und nach 6, 7, 8 Jahren, wenn es soweit ist, dann kommen sie halt in den Schrott.

Vielleicht hören jetzt einige neugierige Bastlerohren zu. Gibt es denn so was wie eine Gerätebörse an der FAU?

Grundsätzlich gibt es das im Universum, was ich weiß. Das ist manchmal eine Möbelbörse oder auch Gerätebörse, aber da stelle ich die Sachen dann nicht mehr ein. Wenn wir sagen, es ist kaputt oder Schrott, dann mag ich die da nicht mehr anbieten.

Wir haben ja mit dem Green Office ein ganzes Büro, was sich um Nachhaltigkeit bemüht, Stichwort Ressourcenschonung, Stichwort Ressourcenbündelung. Gibt es denn auch so eine Art Verleih-Stelle, wo technisches Equipment an Interessierte ausgeliehen werden kann, die das vielleicht nur einmal benötigen und gar nicht anschaffen wollen?

Wir haben das früher schon mal versucht und haben damals mal Beamer oder Notebook ins Angebot genommen. Vielleicht haben wir es nicht gut genug vermarktet, auf jeden Fall hat sich das nicht gelohnt, dann haben wir einen teuren Beamer gehabt und den dreimal im Jahr ausgeliehen, das war nicht effizient. Auf der anderen Seite ist manchmal auch nicht lustig, zu sagen mal gibt es ein Gerät aus, was technisch interessant ist oder schwierig ist. Da muss man viel Einweisung geben und nachher natürlich auch ein bisschen kontrollieren, damit es nicht kaputt zurückkommt und für den nächsten dann kaputt dasteht. Also im Moment verleihen wir fast nichts, weil mühsam.

Wäre das aber nicht trotzdem mal im Sinne unseres Jahresmottos der FAU? Das Stichwort "gemeinsam" - wäre so was mal denkbar oder anstrebenswert?

Immer. Es ist immer anstrebenswert, wenn man sagt, man legt etwas zusammen, man macht es zusammen und alle schauen auch da drauf und sagen, aha, da gibt es das. Das wäre natürlich von Vorteil für alle Beteiligten.

Aber Stichwort mühsam, wie so ein bisschen beim Carsharing zum Beispiel, wo man auch erst mal gucken muss, dass man die entsprechenden Leute zusammenbekommt. Wir gucken ja auch immer ein bisschen in die Zukunft. Gibt es etwas, was du dir vorstellen kannst, was das MMZ anschaffen könnte, was es jetzt noch nicht gibt? Hast du da irgendwelche Visionen?

Naja, etwas naheliegend als Visionen ist der Aufbau eines Greens-Screens hier bei uns im Blauen Haus. Das wird jetzt diesen Sommer hoffentlich endlich was werden, dass wir da eine dauerhafte Installation haben, wo man dann auch kurzfristig gucken und kommen kann und buchen kann, dass man da eine Aufzeichnung macht, das liegt eigentlich auf der Hand, das zu tun. Wir haben öfter mal über eine High-Speed-Kamera nachgedacht, aber auch so ein bisschen Henne-Ei-Problem zu sagen, dann kauft man eine Kamera mit 10.000 Bildern pro Sekunde, da muss man auch erst mal Kundschaft haben, die das brauchen können.

Das wäre wieder Stichwort gemeinsam dann?

Ja, ja. Oder man hat sie halt und muss es dann anbieten und sagen, Leute, komm doch und guck doch, und die Leute müssen dann da auch danach suchen. Das dreht sich so ein bisschen im Kreis.

Aber für die Techniker in dir wäre ich sowas schon spannend, sowas mal zu haben.

Macht schon Laune Hochgeschwindigkeitsaufnahmen, dann langsam ablaufen zu lassen, um genau zu gucken, was passiert dann?

Und gerade das bei unseren technischen Studiengängen und Fakultäten, die wir haben.

Ja.

Jetzt gehen wir noch ein Stück weiter in die Zukunft. Stichwort KI wird die künstliche Intelligenz vielleicht einmal die Multimedialität revolutionieren oder ganz anders darstellen?

Mit Sicherheit. Wer will das ausschließen gerade? Also wir erleben tatsächlich in der KI enorme Fortschritte immer wieder und erstaunliche neue Anwendungsgebiete, wo wir dann immer nur staunen können. Das wird im Medienbereich sicherlich auch kommen. Ich hoffe nicht, dass es allzu bald dazu kommt, dass man nur noch irgendwo reinspricht zu sagen, mach mir einen Film über ein Wissenschaftsprojekt und nach fünf Minuten habe ich eine Minute 30 an zusammengestellten Bilder mit Kommentar drunter. Ich hoffe, das kommt nicht so schnell. Wir wollen ja schließlich auch wirklich die Leute, die hier gerade da sind, mit ihren Forschungsprojekten ins Bild setzen und da braucht es meines Erachtens immer noch die menschliche Kreativität dazu zu sagen, was wollen wir ausdrücken und welche Bilder nehmen wir dafür?

Hat der Informatiker in dir vielleicht sogar Sorge vor Fake News, vor falschen Informationen, vor bewussten Falschdarstellungen?

Naja, einer KI möchte ich noch kein Bewusstsein unterstellen. Da habe ich immer meine Schwierigkeiten. Also intelligente Software, intelligente Algorithmen, da bin ich immer sehr skeptisch.

Ich glaube, das tun auch die meisten noch nicht.

Das würde ich doch anders definieren. Mehr die größere Gefahr ist sozusagen unbewusste Falschmeldung, also zu sagen, die Software hat es nicht besser gewusst, ist doch nicht auf den neuesten Stand oder erzählt Unsinn und keiner hat es gemerkt bei der Veröffentlichung. Das wäre die größte Katastrophe.

Trotz aller Medialität also bleiben die Menschen bei uns immer noch im Fokus?

Auf jeden Fall.

Das können der Geräte wird sich also auch weiterhin wandeln und diese Geräte müssen dann auch für das MMZ aktuell gehalten werden. Vielen Dank, Michael, für den Überblick über die derzeitige Ausstattung und was alles mit ihr möglich ist und vielleicht auch mal möglich sein wird. In der nächsten Folge steigen wir dann dem Blauen Haus aus Dach, da wo dann vielleicht später mal der Greenscreen stehen wird. Bis dahin, eine gute Zeit und Dankeschön.

Dankeschön, Stefan.

Das Medienzentrum Blaues Haus. Wir unterstützen Sie bei Ihrer Audio- und Videoproduktion.

CC Clip iFrame Code

Lecturer

Stefan Rieger

Via

Free

Language

German

Organisational Unit

MultiMediaZentrum

Producer

MultiMediaZentrum

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