10 - Wegweiser in die Zukunft – der FAU Entwicklungsplan/ClipID:46746 previous clip next clip

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Auf ein Wort: der Kanzlerpodcast mit Christian Zens

Wo sieht sich die FAU selbst in der Zukunft? Diese Frage hat sich die FAU mit ihrem Entwicklungsplan beantwortet – einer Guideline darüber, was in den nächsten Jahren wichtig sein wird. Dieser Plan legt fest, wie sich die FAU in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird – und damit auch, wie sich das Arbeitsumfeld und die FAU als Arbeitgeberin verändert. Es geht um gelebte Kultur, Strategie und angepasste Strukturen, aber auch um Markenentwicklung, Institutionalisierung, Nachhaltigkeit in allen Handlungsfeldern oder Campusentwicklung.

Was genau hinter dem Entwicklungsplan steckt und warum sich ein Blick in die Guideline lohnt, darüber spricht Moderatorin Johanna Hojer mit Christian Zens im Podcast „Auf ein Wort: der Kanzlerpodcast mit Christian Zens“.

Weitere Informationen:

Keywords: kanzler Podcast
Recording date 2023-02-14

(Jingle: Auf ein Wort. Der Kanzler-Podcast mit Christian Zens.)

Moderatorin Johanna Hojer (Moderation): Wo sehen Sie sich selbst in der Zukunft? Die FAU hat sich diese Frage mit ihrem Entwicklungsplan beantwortet. Einer Guideline, was in den nächsten Jahren wichtig sein wird. Der FAU-Entwicklungsplan ist ein Rahmen, der festlegt und priorisiert, wie sich die FAU in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird. Also auch, wie sich ihr Arbeitsumfeld und die FAU als Ihre Arbeitgeberin entwickelt. Mit diesem Rahmenwerk können also auch Sie einen Blick in Ihre berufliche Zukunft werfen. Es geht um gelebte Kultur, Strategie und angepasste Strukturen. Schlagwörter wie Markenentwicklung, mehr Institutionalisierung und Nachhaltigkeit in allen Handlungsfeldern oder Campusentwicklung. Worum es dabei genau geht und warum sich ein Blick in den Entwicklungsplan lohnt, kläre ich heute mit unserem Kanzler Christian Zens. Lieber Herr Zens, schön, dass Sie wieder da sind.

Kanzler Christian Zens (Kanzler): Ja, ich freue mich, auch wieder hier zu sein.

Moderation: Der Entwicklungsplan hat 60 Seiten in seiner Langfassung. Was glauben Sie ganz ehrlich, wie viel Prozent der Mitarbeitenden haben den schon gelesen?

Kanzler: Es gibt verschiedene Fassungen. Auch eine Universitätsleitung zum Beispiel arbeitet nicht mit den 60 Seiten, sondern dann werden bestimmte Themen kategorisiert und komprimiert. Ich weiß es nicht, wie viele Prozent, aber ich hoffe, dass das Gespräch heute auch dazu dient, dass einige mehr Lust haben, den Rahmenentwicklungsplan sich anzusehen. Wobei ich gleich mal dazu fügen muss, der Rahmenentwicklungsplan ist ein sehr abstraktes Dokument. Und das, was dann richtig spannend ist, ist im Grunde genommen das, was wir zur Zeit gerade erarbeiten, nämlich dann die konkreten Teilmaßnahmen und die Konkretisierung des Ganzen. Das wird also im Grunde genommen eine Lektüre sein, die kann ich nur jedem und jeder ans Herz legen, das auch mal zu tun.

Moderation: Ich denke, jetzt, wo wir über den Entwicklungsplan sprechen, werden Sie aber auch sagen, dass es sich für alle lohnt, mal reinzuschauen, oder?

Kanzler: Auf jeden Fall. Sie haben ein paar Stichworte genannt. Die Marke ist jetzt eins, aber die Campusentwicklung geht uns alle irgendwo an. Und letztendlich, sagen wir mal so, fangen wir noch mal ein Stück weiter davor an. Entwicklungspläne sind nichts Neues. Also Entwicklungspläne waren im Grunde genommen auch schon nach dem vorherigen Bayerischen Hochschulgesetz Pflicht, dass man sie erstellt. Nur wir könnten jetzt an Ihrer Stelle die ketzerische Frage stellen, wer kennt denn den letzten eigentlich noch aktuellen Entwicklungsplan?

Moderation: Ich nicht, tatsächlich.

Kanzler: Da wird es wahrscheinlich vielen so gehen. Und das ist genau die Herausforderung gewesen, jedenfalls aus meiner Sicht, in einem sehr umfangreichen Prozess, einen Entwicklungsplan zu entwerfen, der dann nicht in dem preußischen Rundordner verschwindet, wie man so schön sagt, oder in der Schublade, wo auch immer Sie es aufbewahren wollen, sondern der tatsächlich dann auch gelesen wird und idealerweise natürlich auch ein Stück weit gelebt wird. Deswegen ist dieser Prozess, diese Strategieformulierung auch recht lange gelaufen. Der Rahmenentwicklungsplan, das war immerhin ein Jahr, also der geht von März 2022 bis jetzt März 2023. Und wir werden den Rest des Jahres 2023 dann auch noch dazu nutzen, um daraus Strategien abzuleiten, um daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Ich kann gerne ein paar Beispiele nennen. Sie hatten es angesprochen, es steht unter anderem auch Nachhaltigkeit drin. Das geht uns alle an. Nachhaltigkeit ist jetzt zum ersten Mal auch eines der Ziele, die die Universitäten nach dem Hochschulinnovationsgesetz verfolgen sollen. Ist aber bisher sozusagen noch nicht in dem Sinne, theoretisch jedenfalls, irgendwo aufgetaucht bei uns. Jetzt kann man sagen, ja, ich brauche vielleicht kein Korsett, um Nachhaltigkeit zu leben, sondern wir haben ja schon einige Strukturen. Das ist richtig. Aber ich glaube, man muss sich bewusst machen, dass Nachhaltigkeit nicht nur an einem Green Office hängt, sondern Nachhaltigkeit geht uns dann letztendlich alle an.

Moderation:  Sie haben jetzt gerade schon sehr viele Punkte angesprochen. Ich würde gerne noch mal zurückspringen zum Anfang. Also Sie haben gesagt, wir brauchen einen Entwicklungsplan, weil das vorgesehen ist im Hochschulgesetz. Also jede Universität muss einen vorlegen. Außer der Pflicht, dass wir den noch nachliefern müssen, warum würden Sie trotzdem sagen, dass es wichtig ist, dass eine Universität so eine große strategische Ausrichtung hat?

Kanzler: Also wenn wir uns die Entwicklung der letzten Jahre ansehen, dann können wir, glaube ich, schon feststellen, dass die FAU auf einem sehr erfolgreichen Pfad unterwegs ist. Und wir sind enorm gewachsen. Alleine, wenn man jetzt mal sieht, über die Hightech-Agenda 60 neue Professuren, 124 neuen Mitarbeitenden in den Stellen und die Erfolge geben uns ja auch irgendwo recht. Aber was wir nicht vergessen dürfen, wir müssen uns Leitplanken setzen. Wir müssen auch sehen, wo wollen wir im Grunde genommen uns hinentwickeln? Was sind unsere Ziele? Was sind unsere Werte? Das darf dabei nicht verloren gehen. Das ist mir ganz wichtig. Und deswegen ist dieser Diskussionsprozess eben sehr fruchtbar, insbesondere weil er eben nicht nur die fünf Fakultäten mit einbezieht, sondern auch die Verwaltung quasi als sechste Säule mitbeinhaltet. Wir sind eine Organisation, die sehr arbeitsteilig strukturiert ist, ist ganz klar. Und wir müssen einfach auch, glaube ich, schon ein Bewusstsein schaffen, dass die eine Seite nicht ohne die andere kann. Und das auch mal zu Papier zu bringen und die Verwaltung dann, sage ich mal, gleichberechtigt auch mal neben die Fakultäten zu stellen, ist schon mal eine sehr, sehr gute Herangehensweise.

Moderation: Jetzt haben Sie ja auch angedeutet, wer an der Entwicklung des Entwicklungsplans alles mitgearbeitet hat. Also es umfasst wirklich alle Statusgruppen in der ganzen Universität, die sich da in den Prozess mit eingebracht haben.

Kanzler: Das ist so, ja. Es war sowohl die Professor:innenebene als auch die wissenschaftlichen, wissenschaftsstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt. Wir haben auf der, sage ich mal, Managementebene die Universitätsleitung, die Dekanate, die Abteilungsleitungen, Einrichtungs- und Referatsleitungen mit dabei gehabt und auch Studierende, die wir mit einbezogen haben. Also alle Statusgruppen, die eine Universität beinhaltet.

Moderation: Das klingt so, als würden die Zukunftsentwicklungen auch wirklich aus der Uni heraus, sozusagen, entwickelt worden sein.

Kanzler: Das nehmen wir für uns in Anspruch, ja, genau. Und das waren ja durchaus auch sehr tiefgehende Gespräche, die wir dazu geführt haben. Es ist noch viel zu tun. Es ist keine Frage. Es gibt auch noch eine ganze Menge von Fragen, die wir erst im Laufe des Jahres oder vielleicht auch erst in den nächsten Jahren beantworten werden. Aber zumindest wissen wir, welche Fragen noch zu beantworten sind. Und alleine das ist schon sehr hilfreich.

Moderation: Sie hatten vorhin ja schon angesprochen, dass im Entwicklungsplan zum Beispiel Themen wie Nachhaltigkeit oder Campusentwicklung mit inbegriffen sind. Das sind beides Themen, die wir vorher schon an der FAU hatten. Das hatten sie ja auch schon angedeutet. Das bedeutet, in diesem Entwicklungsplan stehen jetzt nicht 60 Seiten ganz neue Sachen, die vorher noch nie jemand gehört hat, sondern es ist eine Zusammenfassung von schon bestehenden und gemeinsamen Ideen.

Kanzler: Ja, das ist ein Stück weit so. Klar, wir haben ja nicht mit Stand Null angefangen, sondern wir haben natürlich auf das aufgebaut, was wir zum Teil als Projektideen gestartet, als einzelne Bausteine schon hatten. Die werden natürlich damit einbezogen. Sie werden halt systematisiert und werden dann den entsprechenden Kategorien zugeordnet. Und gerade, wenn man jetzt, Nachhaltigkeit war ja ein Beispiel, wenn man das sieht, das ist eine Initiative, die seinerzeit aus der Studierendenschaft herausgestartet ist, dass sie jetzt so langsam Form annimmt, jedenfalls in der Organisationsebene mit dem Green Office, dazu hatten wir auch schon gesprochen, das aber nicht isoliert bearbeitet werden kann, sondern das muss im Grunde genommen mit den ganzen Verästelungen Fuß fassen innerhalb der FAU.

Moderation: Ähnliche Beispiele wären ja dann vermutlich noch das Brand Office, was jetzt neu gegründet wurde oder die Initiative zur Campusentwicklung, über die wir schon mal in einem vorherigen Podcast gesprochen haben.

Kanzler: Genau, das Brand Office, das jetzt neu geschaffen worden ist, dient letztendlich auch dazu, die Marke FAU, die wir ja schon in einem längeren Prozess vor einigen Jahren neu entwickelt haben, intern, aber auch extern bekannter zu machen. Und sie dann auch irgendwo intern zu leben. Es geht mit dem neuen Logo an, das wir haben und auch letztendlich wofür das Logo steht, aber auch nach außen hin bekannter zu machen.

Moderation: Das ist ja dann ein großer Punkt im Entwicklungsplan, die FAU-Kultur, die zum Beispiel mit dem Brand Office dann abgedeckt wird. Ich denke, da sollte dann jeder mal selber noch reinschauen, da können wir jetzt nicht so im Detail drauf eingehen. Es gibt ja noch andere Bereiche auch im Entwicklungsplan und deshalb meine Frage, gibt es für Sie besonders wichtige Botschaften aus dem Entwicklungsplan? Zwei, drei, wo Sie sagen, das sind die wichtigsten Punkte aus dem Entwicklungsplan, die wirklich jeder verinnerlicht haben sollte oder gehört haben sollte?

Kanzler: Ja, das kommt wahrscheinlich jetzt auf das Auge der Betrachter an.

Moderation: Sagen wir mal für die ZUV.

Kanzler: Womit wir alle, glaube ich, zu kämpfen haben, eine Universität besteht aus Menschen und wir entwickeln uns mit den Menschen. Und deswegen ist das Kapitel People für mich sehr, sehr wichtig. Ich habe Ihnen vorhin gerade gesagt, bevor das Mikro eingeschaltet worden ist, ich komme gerade aus einem Bewerbungsgespräch. Wir alle haben Schwierigkeiten auf fast allen Ebenen im Grunde genommen, wirklich qualifiziertes Personal zu finden. Und das betrifft die ZUV sehr stark. Es gibt unterschiedliche Gründe, wir hatten uns ja auch schon mal über die ganze Stellensituation unterhalten, aber es ist einfach auch so, dass wir ein Umfeld haben mittlerweile, das Fachkräfte als Mangelware erscheinen lässt. Das ist schwierig für alle. Und wir stehen im Wettbewerb. Wir stehen im Wettbewerb auch mit anderen Einrichtungen des Freistaats Bayern oder mit anderen Körperschaften, wie zum Beispiel einer Stadt Erlangen. Und da müssen wir uns entsprechend positionieren. Das heißt, das ruft dann natürlich nach entsprechenden Komponenten in der Personalentwicklung. Von der ersten Stufe an, nämlich wie gewinne ich Personal, bis hin, wie schaffe ich es, dass das Personal bei uns auch bleibt, wie kann ich es auch weiterentwickeln. Eigentlich auch nichts Neues. Personalentwicklung ist ein Thema, das wir ebenfalls schon haben, aber es muss dann auch in einem Entwicklungsplan entsprechende Prominenz einnehmen.

Moderation: Das wäre ein Beispiel, würden Sie sagen, das ist das Wichtigste oder möchten Sie noch ein anderes mit auf den Weg geben?

Kanzler: Ja, wir haben unter anderem auch den Bereich der Organisationsentwicklung mit drin. Wir wollen den Weg, den wir jetzt bestritten haben, zum Beispiel im Bereich der Digitalisierung, auch das ist etwas, was uns nicht nur von außen vorgegeben wird, sondern was wir auch intern erfüllen wollen. Wir wollen den weiter beschreiten, konsequent, insbesondere auch für die Verwaltung. Dazu gibt es bei uns den Arbeitstitel MOVE, der FAU Römisch II. Also die nächste Phase im Grunde genommen. Und ich kann das einfach auch mal ganz kurz beschreiben mit meinen Worten. Mein Ziel ist es, dass wir nach Ablauf der nächsten Zielvereinbarungsperiode 2027 unsere Kernverwaltung komplett digitalisiert haben werden. Das ist ein ganz wichtiges Ziel. Daneben geht es natürlich auch darum, wie positionieren wir uns in Bezug auf die potentiellen Exzellenzeinrichtungen und die Zentren-Struktur. Wir werden unseren Hut in den Ring werfen, wir werden Anträge in der nächsten Förderperiode für die Exzellenz-Initiative stellen und wir sind auch sehr überzeugt davon, dass wir Erfolg haben werden. Aber eine Exzellenz-Strategie kann ich nicht sozusagen losgelöst von der Strategie der Universität insgesamt machen. Auch das muss beleuchtet werden, auch das ist Teil der Entwicklungsplanung.

Moderation: Jetzt haben Sie tatsächlich ja schon ein paar konkretere Handlungen oder ein paar konkretere Projekte angesprochen, die aus dem Entwicklungsplan heraus entstanden sind. Als ich in den Entwicklungsplan geguckt habe, standen da vor allem sehr viele allgemeine Formulierungen drin, zum Beispiel Wahrnehmung, Verantwortung und Wirkung der FAU-Stärken oder die FAU als Place-to-Be für neugierige, weltoffene, leistungswillige Menschen etablieren. Wenn man das so liest, dann hat man zwar eine grobe Vorstellung, aber ich für mich als Einzelne kann jetzt trotzdem nicht wirklich einschätzen, was ich mit dieser Info anfangen soll. Was sind da die Erwartungen von der Unileitung? Wird erwartet, dass sich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter nach der Lektüre überlegt, wie er oder sie das in der Abteilung umsetzen kann, also zum Beispiel, wie man mehr internationale Kolleginnen in den Abteilungen einstellen kann oder wie man die Marke am besten nach außen präsentiert.

Kanzler: Also das ist natürlich schon eine Einladung in der Tat für jede oder jeden Einzelnen sich zu überlegen: Was kann das bedeuten? Aber vielleicht kann ich empfehlen, warten wir erstmal sozusagen die Konkretisierung ab, die jetzt im Laufe dieses Jahres passiert, dann bin ich von diesen abstrakten Begriffen und das sind abstrakte Begriffe dann etwas weg und bin dann auch bei konkreteren Maßnahmen zum Beispiel, die wir uns im Grunde genommen in zwei Zeithorizonten setzen, nämlich das erste bis 2025, so ist der erste Zeithorizont, was können wir in der Zeit umsetzen und das Zweite wäre dann mittelfristige Maßnahmen, die über 2025 hinausgehen. Und das wird, wie gesagt, zurzeit gerade erarbeitet in verschiedenen Arbeitsgruppen, dann ist auf jeden Fall auch genügend Raum zur Diskussion und dann ist auch vielleicht genügend Raum, sich zu identifizieren mit den einzelnen Maßnahmen. Personalentwicklung habe ich genannt, das ist ganz wichtig. Das was Sie jetzt abstrakt beschrieben haben, verbindet man jetzt vielleicht nicht gleich automatisch, wie schaffe ich es, potenzielle Bewerberinnen und Bewerber für uns zu gewinnen, wie schaffe ich es, die FAU als attraktive Arbeitgeberin zu platzieren im Umfeld, wo man auf der einen Seite dann, wie ich es vorhin gesagt habe, andere Gebietskörperschaften hat oder wo ich auch Siemens und sonstige Unternehmen habe, die ja auch mit uns konkurrieren um die besten Köpfe.

Moderation: Bis wann kann man denn mit diesen Konkretisierungen rechnen, von denen Sie jetzt gerade gesprochen haben?

Kanzler: Also wir arbeiten zurzeit bis Ende März an der Konkretisierung der einzelnen Maßnahmen. So ist die jetzt der Plan. Es kann sein, dass sich da noch bei der ein oder anderen Fakultät ein bisschen Verzögerung ergibt. Aber wir wollen dann bis Herbst im Grunde genommen das ganze Paket abgeschlossen haben. Also bis September. Und dann wird man auch die konkreten Maßnahmen sozusagen dann auch benennen. Es gibt schon eine ganze Reihe, die sind im Grunde genommen fast selbsterklärend. Wenn ich vorhin gesagt habe, Digitalisierung ist ein wichtiges Ziel, dann gehe ich jetzt mal runter, zum Beispiel auf die Ebene unseres Facility-Managements. Da werden wir unsere Bemühungen jetzt ein, wie heißt es so schön, Computer-Edit-Facility-Management einzuführen, also ein Computer unterstütztes Facility-Management, intensivieren. Wir werden versuchen wirklich dann auch die Datengrundlagen und ein digitales Management-System aufzusetzen, sodass auch die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen erleichtert wird.

Moderation: Haben Sie noch andere Beispiele, wo schon klar ist, was erarbeitet werden wird?

Kanzler: Ja, wir haben ja auch den ganzen Bereich der Infrastruktur insgesamt als eigenes Kapitel. Da ist definitiv zu erwähnen die IT-Sicherheit. Das ist ein Thema, da brauche ich jetzt glaube ich gar nicht groß ausholen. Wir alle wissen es aus der Zeitung oder aus welchen Informationsquellen auch immer, dass die Einschläge, die Bedrohungen sozusagen auf der Ebene der IT-Sicherheit immer näher kommen. Und das bedeutet natürlich dann auch konkrete Maßnahmen, die wir dann bereits jetzt begonnen haben zu implementieren und da ja unseren Chief Information Security Officer entsprechend eingesetzt haben. Der wird viel Arbeit vor sich haben.

Moderation: Das kann ich mir vorstellen. Sobald dann die konkreten Handlungsfelder und Projekte feststehen, sind sie ja bestimmt auch ein bisschen auf die Mitarbeit der gesamten Uni angewiesen, dass das auch weitergeht und nicht nur auf dem Papier steht. Warum sollte ich mich als Mitarbeitende an der FAU an dieser zukünftigen Entwicklung beteiligen? Was ist meine Motivation?

Kanzler: Ich mache es vielleicht mal an einem Beispiel fest. Wir hatten ja uns unter anderem über die Campusentwicklung schon unterhalten, aber wir wollen auch insgesamt die Aufenthaltsqualität für alle Gruppen steigern. Wir wollen ein Umfeld schaffen, auch die Sicherheit in Gebäuden letztendlich adressieren, das es uns, wie soll man sagen, ein bisschen angenehmer macht, auch morgens in die Arbeit zu gehen. Wir wollen bei der Campusentwicklung etwa die Kommunikation, auch die Interaktion stärken. Das bietet uns auf jeden Fall dieses Jahrzehnt. Ich habe das letztens schon einige Male ausgeführt, auch wenn ich mich gerne wiederhole. Ich tue das aber. Durch die Neubauten, die wir im Grunde genommen bekommen, oder die Ersatzbauten werden wir ganz andere Möglichkeiten haben. Und ein Stück weit können wir uns da auch von der Infrastruktur her neu erfinden. Und das sollten wir einfach nutzen.

Moderation: Und dann kann jede und jeder Einzelne quasi auch mitgestalten, wie zum Beispiel die neuen Orte und wie die neue Infrastruktur nach den Bedürfnissen gestaltet werden?

Kanzler: Genau. Also da gibt es noch viel. Da ist noch viel zu tun. Das wissen wir. Wir werden nicht von heute auf morgen dann im Grunde genommen ein komplett neues Umfeld haben. Aber es gibt ja auch kleine Maßnahmen, die wir umsetzen können. Also ich nehme jetzt mal zum Beispiel im Südgelände den roten Platz her. Der rote Platz wird beklagt seit, ich weiß nicht wie viele Jahren, im Grunde genommen ist das doch eine etwas öde, fast Steinwüste kann man sagen. Und man kann jetzt nicht sagen, dass das jetzt unbedingt das Herz des Südgeländes ist. Und wenn, dann naja.

Moderation: Dann ist es ein rotes Herz immerhin.

Kanzler: Genau. Aber da gibt es ein paar tolle Ideen, die man da umsetzen kann, um das Umfeld dann auch entsprechend attraktiver zu gestalten, wo wir alle was davon haben. Und daran arbeiten wir dann auch.

Moderation: Und wie wir uns dann einbringen können, sobald die konkreten Maßnahmen stehen, da sagen Sie uns dann wahrscheinlich noch mal Bescheid, oder?

Kanzler: Genau, das geht dann auf jeden Fall weiter jenseits der Arbeitsgruppen. Es soll ein Dialog erfolgen, genauso wie wir es jetzt woanders auch schon angestoßen haben, etwa über die FAU-Community. Und diesen Dialog, also da freue ich mich drauf, da kommen bestimmt eine Menge guter Anregungen.

Moderation: Steht da schon der Termin fest?

Kanzler: Den habe ich jetzt nicht im Kopf.

Moderation: Okay, dann schauen wir noch mal nach. Herzlichen Dank Herr Zens, ich glaube, in 20 Minuten ausreichend über die Entwicklung einer so großen Uni für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte zu sprechen, ist quasi unmöglich. Aber wenn unsere Zuhörerinnen und Zuhörer noch tiefer in das Thema einsteigen möchten, haben wir ja schon über einige Themen ausführlicher gesprochen, zum Beispiel das Thema Campusentwicklung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Personalentwicklung. Zu all den Themen gibt es schon einen Podcast in unserer Reihe. Und wir werden den Link zur Strategie Website und die Zusammenfassung des Entwicklungsplans, also die Kurzfassung, nicht die 60 Seiten, außerdem auch noch in der Podcastbeschreibung verlinken. Ich bedanke mich bei Ihnen und ich freue mich, dass Sie uns einen ersten Einblick in das Thema gegeben haben. Und ich bin gespannt, was in den nächsten Jahren an der FAU noch so passieren wird.

Kanzler: Ja herzlichen Dank auch für das Gespräch. Mein großes Ziel wäre natürlich, dass wir tatsächlich in einem Jahr sagen können, wir diskutieren immer noch darüber, das heißt für mich, dass man sich tatsächlich auch inhaltlich damit beschäftigt. Und bin guter Hoffnung, dass es dann auch so kommt.

Moderation: Dann machen wir vielleicht eine Folge Entwicklungsplan 2.0.

Kanzler: Das können wir gerne tun. Bis zum nächsten Mal dann.

Moderation: Bis zum nächsten Mal.

(Jingle: Das war - Auf ein Wort. Der Kanzler-Podcast mit Christian Zens.)

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Lecturer

Christian Zens

Via

Free

Language

German

Organisational Unit

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Producer

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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