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Ein Podcast von Studierenden für Studierende und alle, die sich für die Themen der Erlanger Buchwissenschaft interessieren.

Recording date 2023-12-15

Worum es geht und die persönliche Empfehlung unseres Gasts, Ann-Sophie Vorndran, M.A., für euch 

Die 6. Folge von BuWi in between ist die letzte Folge der zweiten Staffel und für dieses Staffelfinale haben Anne und Janina Ann-Sophie Vorndran, M.A. zu Gast, die am Institut für Buchwissenschaft promoviert. In dieser Folge bringt Ann-Sophie die Empfehlung mit. Ab Minute 1:10 empfiehlt sie, Literaturverwaltungsprogramme, die das Verwalten von Literatur und richtige Zitieren, egal, ob bei der Doktorarbeit, der Bachelorarbeit oder bereits bei den ersten Hausarbeiten, vereinfachen.

Ann-Sophies Werdegang und ihr Volontariat im Verlag

Ab Minute 2:10 erzählt Ann-Sophie, wie sie zur Buchwissenschaft gekommen ist. Sie hat im Bachelor Literatur – Kunst – Medien mit Nebenfach Geschichte in Konstanz studiert und im Rahmen ihres Studiums ein Pflichtpraktikum absolviert. Da sie die Buchbranche kennenlernen wollte, hat sie dieses Praktikum in einem Fachverlag gemacht, bei dem sie später auch ihr Volontariat begonnen hat. Dabei wurde ihr bewusst, dass sie noch mehr an theoretischem Wissen erlangen wollte, auch, weil sie Dinge gerne hinterfragt. Dies führte sie zum Masterstudium und zur anschließenden Promotion bei der Erlanger Buchwissenschaft. Ab Minute 5:35 gibt Ann-Sophie Einblick in die Bereiche, die sie während Praktikum und Volontariat durchlaufen hat. Dabei war sie vor allem bei Marketing und Presse tätig, wo sie beispielsweise für die Organisation von Büchertischen und Reisen verantwortlich war. Außerdem arbeitete sie in Lektorat und Herstellung. Besonders interessant fand sie im Rückblick, was sie alles aus dieser Praktikumserfahrung mitnehmen konnte. Da sie ursprünglich bei einem Belletristikverlag arbeiten wollte, was auch ihr späteres Tätigkeitsfeld werden sollte, musste sie ihre ‚Komfortzone‘ verlassen. So lernte sie einen völlig neuen Arbeitsbereich kennen, von dem sie sich noch keine Vorstellung machen konnte, und war aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen kleineren Verlag handelte, in der Lage, in verschiedenste Abteilungen hineinzuschnuppern und kleinere Projekte zu übernehmen. Ab Minute 7:48 berichtet Ann-Sophie von ihren Learnings wie unvoreingenommen zu sein und über den Tellerrand zu blicken. Ihr wurde außerdem bewusst, welch wichtige Rolle die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, und das Arbeitsklima spielen.

Der Übergang vom Volontariat zum Master und zur Promotion

Ann-Sophie erinnert sich ab Minute 9:00 an ihre Anfänge in Erlangen zurück. Während sie für ihren Bachelor bewusst weiter weg von zuhause gezogen ist, wollte sie für den Master näher am Studienort leben und hat sich mit Nürnberg für eine Stadt mit einem ihrer Meinung nach interessanten Kulturleben entschieden. Sie gesteht, dass sie ihr Volontariat nach etwa einem Jahr abgebrochen hat, vor allem, weil ihr das Hintergrundwissen zu einigen Prozessen und eine genauere Einordnung fehlten. Dies und die Möglichkeit, im Rahmen einer einjährigen Projektarbeit einen forschungsbezogenen Brancheneinblick zu erlangen, führte sie zu ihrem Masterstudium nach Erlangen. Ab Minute 11:35 erzählt sie von ihrem Übergang vom Master zur Promotion. Zuerst hatte sie nicht vor zu promovieren, sondern wollte nach ihrem Master zurück in die Branche. Doch ihre positiven Erfahrungen aus der Projektarbeit und ihre Tätigkeit als studentische Hilfskraft, bei der sie am Forschungsprojekt eines Professors in der Buchwissenschaft mitwirkte, ließen sie umdenken. Für ihre Masterarbeit hat sie Methoden aus den Digital Humanities angewendet, indem sie eine Prozessmodellierung für ein Publikationssystem vorgenommen hat, das in dieser Form programmierbar gewesen wäre. Dies hat sie dann weiter zur Promotion geführt. Von ihrem genauen Arbeitstag und der Organisation ihres Alltags berichtet Ann-Sophie ab Minute 13:20. Das Vor- und Nachbereiten und Halten der Lehrveranstaltungen findet bei ihr in der Regel an einem Tag in der Woche statt. Die anderen Tage widmet sie den jeweils anstehenden Arbeitsschritten ihrer Doktorarbeit. Dabei ist es wichtig, ein solch großes Projekt wie eine Dissertation in kleinere Einheiten zu zerlegen, um diese systematisch, auch mit Hilfe von Deadlines, abzuarbeiten. Dabei helfen Ann-Sophie Erfahrung und Selbstdisziplin.

Das Thema der Promotion, auch in der Lehre

Ab Minute 15:45 geht Ann-Sophie näher auf ihr Thema, das im Bereich der Automated Bookculture verortet ist, ein. Sie betrachtet den Einfluss von technischen Phänomenen auf das Kulturgut Buch. Ausgehend von der Beobachtung, dass die Buchbranche oft scheinbar von technischen Neuerungen überrollt wird (z.B. KI, Chat-GPT), untersucht sie aktuell, wie sich Zuschreibungen auf Innovationsprozesse auswirken. Auf ihre Erfahrungen, wie es ist, ihr Wissen aus der Dissertation an Studierende weiterzugeben, geht Ann-Sophie ab Minute 17:40 ein. Hier ist ihr besonders die unterschiedliche Sichtweise und Herangehensweise von Forschenden und Studierenden aufgefallen. Während erstere offene Fragen als Herausforderung annehmen, wollen zweitere lieber das Endergebnis präsentiert bekommen und tun sich mit Ungelöstem eher schwer. Anne und Janina, die beide ein Seminar bei Ann-Sophie besucht haben, fanden dort gerade den Austausch unterschiedlichster Meinungen und die Diskussionen mit offenem Ausgang spannend. Ab Minute 20:35 gibt Ann-Sophie einen kleinen Einblick dazu, wie sich Zuschreibungen überhaupt aufspüren und greifbar machen lassen, ohne dass sie durch die je individuellen Zuschreibungen der Forschenden überdeckt werden. Dazu hat sie auf ein von einem Kollegen aus den Digital Humanities entwickeltes Tool zurückgegriffen, das Zeitungs- und Zeitschriftenartikel auf spezifische Schlagwörter und Schlagwortkombinationen hin durchsuchbar macht und auch damit in Verbindung stehende Emotionen aufdeckt. Gerade diese sind es, die Diskurse in eine bestimmte Richtung lenken. Ab Minute 25:13 fragt Janina Ann-Sophie nach spannenden Ereignissen oder Dingen, mit denen sie bei der Dissertation nicht gerechnet hat. Hier hebt Ann-Sophie den Prozess der Forschung und die Vielfalt der Buchwissenschaft hervor und betont besonders den Moment, in dem sich ein Gedankenblitz manifestiert, was dazu führt, dass der kreative Prozessor angeworfen wird. Sie gesteht, dass ihr die Lehre sehr viel Spaß macht, womit sie zu Beginn nicht gerechnet hat. Gleichzeitig geht sie aber auch auf die Herausforderung ein, Studierenden Wissen zu vermitteln und sie zur Diskussion zu animieren.

Ann-Sophies Mitmach-‚Aufgabe‘ für euch

Ab Minute 28:55 hat Ann-Sophie noch eine Mitmach-Aufgabe für die Zuhörenden mitgebracht. Dabei gibt sie vor allem BuWi-Studierenden den Tipp, für mehr Praxiserfahrung eigeninitiativ zu werden und sich in verschiedensten Bereichen auszuprobieren. Hier geht sie auf Nebenjobs in der Buchbranche ein, betont aber auch die Angebote, die beispielsweise der Career-Service der FAU hat, oder empfiehlt den Besuch von Tagungen und Konferenzen.

Ausblick auf die nächste Staffel von BuWi in between

Janina macht ab Minute 31:30 darauf aufmerksam, dass es eine dritte Staffel von BuWi in between mit einigen Neuerungen, wie beispielsweise auch neuen Stimmen, geben wird. Anne und Janina sind in der nächsten Staffel nicht mehr mit dabei und verabschieden sich somit von BuWi in between.

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Via

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Language

German

Organisational Unit

Institut für Buchwissenschaft

Producer

Institut für Buchwissenschaft

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